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Jeder, der Automaten sammelt, hat sie irgendwann mal rumstehen: mehr oder weniger geliebte Universalgehäuse. Oder man findet eines auf dem Sperrmüll und schleppt es nach Hause.
Dann steht es da. Vielleicht noch von hässlicher Schlichheit gezeichnet, wie das Controlpanel des alten Zaccaria-Cabs. Die meisten werfen das Ding dann irgendwann zum Schrott. Da der Automat aber einen einwandfrei
funktionierenden Monitor hatte, wollte ich ihn nicht so einfach aufgeben. Da fiel mir meine ZAXXON-Platine von Sega in die Hände und ich beschloss, dem tristen Univesalcab zu neuem Glanz und neuer
Aufgabe zu verhelfen.
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Zunächst wurde das alte Controlpanel abgebaut. Eine Kennzeichnung der abgeschnittenen Drähte verhindert langes Suchen und Ausprobieren beim Wiederanbringen des
neu gestalteten Controlpanels. Das Layout des Panels wurde nach Vorlagen aus dem Internet mit Coreldraw gezeichnet und zu einem Printshop zum Ausdrucken
(matt laminierter, selbstklebender Tintenstrahldruck) geschickt. Am Original-Zaxxon befinden sich die Startbuttons für Player 1 und 2 an der Front des Panels, daher wurde
das Layout zweiteilig gestaltet und der entsprechende Teil an der Front des Cabs angebracht. Die Löcher für die Startbuttons wurden mit einem 25mm-Forstnerbohrer
direkt durch die aufgeklebte Folie gebohrt. Das Marquee wurde bei www.localarcade.com runtergeladen, in Corel an die Größenverhältnisse des Cabs angepasst und als
Posterauftrag an einen Online-Bilderservice gschickt.
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Ein großes Problem war der Joystick. Der original Zaxxon hat einen Flightstick mit Firebutton für den Zeigefinger oben am Stick. Für den PC erhältliche Flightsticks sind
zum allergrößten Teil analog und daher für die Zaxxon-Platine ungeeignet. Nach langer Suche konnte ich endlich in einer Auktion in USA einen original Zaxxon-Flightstick
ersteigern. Der Versand war dabei kostspieliger, als der Stick selbst. Zudem wurde das gute Stück, ein mords Klopper mit großem Gewicht, vom Verkäufer in eine viel zu
kleine Schachtel gequetscht, was nicht ohne Konsequenzen geblieben ist :-(
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Beim Transport wurde ein Mikroschalter komplett , der darüber liegende teilweise zerbröselt und waren nicht mehr zu gebrauchen. Nun galt es, Mikroschalter mit einem 37mm langen
Hebel als Ersatz zu beschaffen. Ebenfalls keine leichte Aufgabe und der Zaxxon sollte doch am Wochenende (5 Tage später) beim Daddelabend spielbereit sein.....
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Zum Glück ist der Arcadeshop (www.arcadeshop.de) sehr gut sortiert und der Besitzer zu fast allen Schandtaten bereit. Er war bereit, mir sofort und ohne großes Trara
4 Mikroschalter mit 30mm langen Hebeln zu schicken, in der Hoffnung, dass diese passen und mit dem Stick funktionieren würden. Wie man sieht, passen die Schalter einwandfrei
und der Stick lässt sich super damit bedienen :-)
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Da auf der Oberfläche des Panels möglichst wenige Schrauben zu sehen sein sollten (das Metall wird schon alleine mit 8 Schrauben am Holz fixiert), musste die Basis des Sticks
zwischen Metallplatte und Holz verschwinden. dazu musste das Holz auf der Oberseite dünner werden, was ohne Fräse gar nicht so einfach ist. Zum Glück war die Holzplatte aus
mehreren Schichten aufgebaut, die nach dem Einschneiden mit dem Dremel mehr oder weniger einfach abgetragen werden konnten.
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Nun wurde das andere Stück des Panel-Layouts auf die fertig gebohrte Metallplatte aufgeklebt und mit den 8 Schrauben am Holz fixiert. Endlich konnte der Flightstick wieder zusammengebaut
werden. Nach dem Einbau der Buttons wurde das Ganze auf der Unterseite neu verkabelt. Hierzu wurden zwei zueineander passende Stecker mit Kabeln aus einem alten Automaten verwendet, die
genügend Kontakte für alle Funktionen und sogar ein wenig Reserve hatten.
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Dann wurde es ernst: die Kabel der Steckverbindungen wurden an die vor dem Ausbau des alten Panels gekennzeichneten Drähte angelötet und mit Schrumpfschlauch isoliert. So kann das
Panel jederzeit durch Lösen der Steckverbindungen abgebaut werden. Es wurde noch mal alle Kabel überprüft und dann der Automat eingeschaltet: Fertig war er, der "dedicated" Zaxxon :-)
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Zum Schluss wurde noch die Verbindung für die LED oben im Flightstick an die 5V-Kontakte der Platine angelötet, damit auch dieses Detail Beachtung findet.
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