Analoge Steuerung - gebaut von Thorsten Ludwig
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Das A-Pac der Firma Ultimarc (www.ultimarc.com)
dient zum Anschluss von analogen Steuergeräten an einen PC. Analog
bedeutet, dass die Steuerung über regelbare Widerstände (Potis)
erfolgt. „Normale“ Joysticks mit Mikroschaltern steuern digital (1
oder 0 / gedrückt oder nicht gedrückt).
Die Hauptanwendungsgebiete von analogen Steuerungen sind z.B. Pedale,
Lenkräder oder sogenannte Yokes (das sind Steuerhebel für
Flugsimulatoren, die nicht nur nach rechts und links, sondern durch
Heranziehen auch nach oben und unten gesteuert werden können).
Zusätzlich können diverse Buttons angeschlossen werden. An die
Eingänge für die analogen Kontroller können aber auch normale
Mikroschalter z.B. ein Joystick angeschlossen werden. Das A-Pac
erkennt „automatisch“ (im Zusammenhang mit angeschlossenen
Kondensatoren für die analoge Steuerung), was angeschlossen ist. |
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Das kompakte A-Pac kommt mit zwei Sätzen (je zwei Stück) Kondensatoren und einem
USB-Kabel daher. Mit den Kondensatoren offenbart sich bereits der
große Pluspunkt des A-Pac: Es ist universell einsetzbar, was
den Wert der Potis angeht. Original Arcade-Automaten sind in der
Regel mit 5kOhm-Potis bestückt. Sind diese defekt, kann es schwierig
werden, passenden Ersatz zu beschaffen. Hier ist nicht nur die
Ohm-Zahl entscheidend, sondern mitunter auch das Material. Bei
einigen Pedalen beispielsweise ist es wichtig, dass die
Potentiometer einen starren, stabilen Schaft haben, damit sie sich
beim Einwirken der Zahnräder nicht verbiegen (siehe auch Bilder).
Findet man solche nicht mit 5kOhm, dann kann man mit dem A-Pac
beliebige andere nehmen. Natürlich muss ggfs. noch ein Satz
passender Kondensatoren beschafft werden, die man aber in jedem
Elektronikladen bekommt. Eine Formel zur Berechnung des benötigten
Wertes findet sich auf der Ultimarc-Homepage. Allerdings müssen die
Potis dann paarweise ausgetauscht werden, da ein Kondensator immer
für ein Paar Potis zuständig ist.
Der Austausch des zweiten, noch intakten Potis erübrigt sich, wenn man nur zwei
Potis einsetzen möchte. Dann kann man das ausgetauschte Poti mit dem
passenden Kondensator auf der anderen Seite des A-Pac anschließen.
Durch die Möglichkeit des universellen Einsatzes (analoge und digitale
Kontrollen), lassen sich bei entsprechender Verdrahtung auch
austauschbare Panels realisieren. Sogar (paarweise) unterschiedliche
Kondensatorwerte sind möglich, wenn die Kondensatoren am
entsprechenden Control-Panel und nicht direkt am A-Pac angeschlossen
werden. So ist es möglich, einmal ein Panel mit Yoke (und 5K-Potis)
zu betreiben, das dann gegen ein anderes Panel mit Lenkrad (und z.B.
100K-Potis) ausgetauscht werden kann.
Mitgeliefert werden standardmäßig Kondensatoren mit den Werten 150nF und 10nF für
Potentiometer mit 5kOhm bzw. 100kOhm. |
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Der
Anschluss des A-Pac ist recht einfach: man schließt die drei Drähte
eines jeden Potis an die entsprechenden Schraubklemmen an, verbindet
das A-Pac mit dem USB-Anschluss des PCs und schon kanns losgehen.
Beim ersten Anschließen findet Windows XP zwei Gamepads. Jedes
dieser Pads kann zwei (analoge) Achsen haben. Hinweise, wie das
A-Pac anzuschließen ist, finden sich ebenfalls auf der Homepage von
Ultimarc. Nun muss man nur noch die Achsen der Joysticks
kalibrieren. Wie man am Bild (hier nur mit einem Kondensator) erkennt, lässt sich das A-Pac auch "im freien
Fall" betreiben. Die ersten Tests wurden mit dieser "Konfiguration"
durchgeführt :-)
Später sah das ganze dann so aus: Das
A-Pac fertig verkabelt und angeschlossen im auswechselbaren Panel
So meldet sich das A-Pac unter Windows
XP an.
Eine nähere Erläuterung der Kalibrierung und Tips&Tricks dazu gibt es ebenfalls
bei www.ultimarc.com.
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Um das A-Pac
zu testen, wurde ein zum Yoke umgebautes „Lenkrad“ eines Atari „Road
Riot“ mit diversen Buttons und "Gangschaltung" sowie zwei Pedale angeschlossen. D.h. es
wurden alle 4 möglichen Potianschlüsse des A-Pac eingesetzt (zwei für den Yoke, zwei
für die Pedale). Hat man für die Pedale nur noch einen Poti-Eingang am A-Pac übrig
(weil z.B. ein Rotary-Joystick den anderen Eingang belegt),
kann man Gas- und Bremspedal auch an einem Poti-Eingang
betreiben….man kann dann nur nicht gleichzeitig Gas geben und
bremsen, was nicht gerade notwendig ist, bei manchen Rennspielen
aber einen zusätzlichen Reiz ausmacht.
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Getestet wurde
das A-Pac im Zusammenspiel mit der Arcade-Emulationssoftware MAME
(im Bild der Test mit dem Ferrari-Racer OUTRUN.
Im Allgemeinen
genügt es, in MAME die Joystick-Unterstützung für ein Spiel
einzuschalten. Die Belegung innerhalb des Spiels stimmt meist sofort
für Yoke und Pedale. Falls nicht, muss man lediglich die
entsprechende Funktion anwählen und das Lenkrad bzw. die Pedale
entsprechend betätigen. Es sind dann nur noch kleine Anpassungen
notwendig, wie z.B. bei Star Wars die Umkehrung der Y-Achse, so dass
das Fadenkreuz (bzw. das Raumschiff) nach oben geht, wenn der Yoke
zum Körper gezogen wird.....wie es bei einem Flugobjekt halt üblich
ist ;-)
Besonders
interessant werden futuristische Racer (z.B. „S.T.U.N. Runner“ oder
„Vapor TRX“), wenn man Beschleunigen und Bremsen auf die Vorwärts-
bzw. Rückwärtsbewegung des Yokes legt…das gibt ein völlig neuartiges
Fahrgefühl und ist richtig „spacig“ ;-)
Natürlich ist das A-Pac nicht auf
die Verwendung mit MAME beschränkt, sondern kann in jedem
erdenklichen Spiel unter Windows eingesetzt werden. Die Beurteilung,
ob der Einsatz der angeschlossenen Controller für das Spiel sinnvoll
ist, bleibt jedem selbst überlassen. |
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Das A-Pac
zeigte im Einsatz keinerlei Schwächen. Die Konfiguration und
Kalibrierung ist sehr einfach und dürfte auch von einem Laien zu
bewerkstelligen sein. Die Erklärungen auf der Homepage von Ultimarc
sind ebenfalls einfach zu verstehen…..Englischkenntnisse
vorausgesetzt. Umverdrahtungen (z.B. Umbelegung der Buttons) konnten
ohne Neustart vom PC oder von Windows getätigt werden.
Controllerbewegungen werden ohne
Verzögerung umgesetzt, die Buttons zeigen keinerlei
Ghosting-Erscheinung oder ähnliche Phänomene und auch die
gleichzeitige Aktivierung der im Test eingesetzten 4 Buttons
war für die Platine kein Problem. Fighterspiele brauchen mitunter
zwar mehr Buttons gleichzeitig, machen aber mit einem Yoke und mit
Pedalen nicht viel Sinn ;-) Durch die USB-Technologie, die auf dem
A-Pac zum Einsatz kommt, dürfte aber selbst dieser Einsatz die
Platine nicht aus dem Tritt bringen. |
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Probleme
hatte das A-Pac nur, als ein Poti defekt war. Die komplette Seite,
an die das defekte Poti angeschlossen war, war quasi lahmgelegt.
Auch die andere Achse funktionierte nicht mehr, die Buttons zeigten
teils merkwürdiges (eigentlich unerklärliches) Verhalten, wie z.B.
dauerhafte Aktivität oder gar keine Funktion. Nach dem Austauschen
des defekten Potis funktionierte allerdings wieder alles
einwandfrei. |
TIP:
Wenn man einen Draht wieder aus der Schraubklemme des A-Pac
entfernen möchte, sollte man die Klemme so weit wie möglich
aufschrauben. Beim Test wurden diverse Drähte mehrfach entfernt und
wieder angeklemmt und es kam vor, dass bei nicht komplett geöffneter
Klemme die Blechlasche, die den Draht festhält, aus der Klemme
herausgezogen wurde und wieder umständlich reingefummelt werden
musste. |
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Fazit:
Jetzt macht das Spielen von Flugsimulatoren (insbesondere mit
Raumfahrzeugen wie bei Star Wars) oder Future-Racern so richtig
Spaß. Auch bei Autorennen kommt Freude auf, insbesondere wenn die
Buttons in den Griffen des Yoke eingesetzt werden können, z.B. zum
Schießen bei Ataris Roadblaster oder auch zum Hoch- und
Runterschalten der Gänge (analog zu den Wippen bei Formel
1-Lenkrädern). Auch normale Ballerspiele bekommen eine ganz neue
Qualität. Ob allerdings der Einsatz analoger Kontrollen bei den
einzelnen Spielen sinnvoll ist, muss jeder für sich
entscheiden......"einfach ausprobieren" lautet die Devise.
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