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Angefangen hat es erstmal damit, dass das Zocken mit der Tastatur keinen rechten
Spielspaß aufkommen lies. Nach langem hin und her ist es mir dann gelungen einem
Händler so lange auf die Nerven zu gehen, bis er sich bereit erklärte den X-Arcade
für Deutschland anzubieten. Das Spielhallenfeeling vergangener Zeiten
stellte sich ganz schnell wieder ein und eine zeitlang war alles ganz toll.
Soweit so gut, nur hat der X-Stick halt den Nachteil, dass immer nur zwei gleichzeitig
spielen können, außer man gönnt sich gleich mehrere davon. So viel Geld wollte ich
den Amis aber dann auch wieder nicht in den Rachen schmeißen. Ergo hab ich mal
nach einem Quadstick gesucht. Die Preise von verschiedenen Anbietern (wiederum Amis)
hat mich aber an den Rand eines Herzinfarktes gebracht. Um meine Gesundheit und die
Nerven des o.g. Händlers zu schonen haben wir dann gemeinsam beschlossen, dass
man so was auch selber bauen kann. Nach etlichen Entwürfen haben wir uns auf
dieses Layout geeinigt (einzig nachträgliche Änderung war die Anordnung der Buttons).
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Als erstes haben wir eine Schablone des Deckels angefertigt um zu sehen ob das
Design in Originalgröße was taugt, wo die Joysticks, Knöpfe usw. hinkommen.
Mit dem Bau der Schablone hatten wir auch die Möglichkeit verschiedene Positionen
der Spieler zu im Selbstest zu überprüfen. So wie es jetzt ist, ist es der bestmögliche Kompromiss
zwischen Platzbedarf von vier Spielern und Größe des Sticks. Schließlich kann man das Teil
nicht in unendliche Weiten ausdehnen ;-)
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Die Schablone wurde perfektioniert und als Bauschablone für den fertigen Stick
verwendet. Dies war nötig, da keine CNC Fräse verfügbar ist. Dennoch ist ein
ansehnlicher Deckel dabei herausgekommen. Verwendet wird eine beschichtete
MDF-Platte. Das Schwarze ist ein Teil der Platte und nicht wie beispielsweise am
X-Arcade eine aufgeklebte Folie.
Die Schablone wurde so konstruiert, dass auch die Löcher für die Joysticks und
Knöpfe gleich mitgebohrt werden können.
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Hier sehen wir den Sockel des Sticks aus dem gleichen Material wie der Deckel.
Einen runden Sockel haben wir aus zwei Gründen nicht gebaut. Zum einen ist
es unglaublich aufwendig und zum anderen sind die Flipperbuttens nicht mehr so gut
zu bedienen.
Der Sockel wurde nicht geschraubt sonder fachmännisch verleimt.
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Bevor wir den Sockel mit dem Deckel verbunden haben, haben wir die Joysticks,
Knöpfe, und ein I-Pac4 Board eingebaut und das ganze verdrahtet. Hier sieht man
die Verkabelung aller Knöpfe und Joysticks. Die Groundverkabelung ist hier noch
nicht ersichtlich und wurde zu einem späteren Zeitpunkt fertig gestellt.
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Nach der Verkabelung die Hochzeit des Deckels mit dem Sockel. Buttons, Joysticks, Start- und Funktionstasten
sind verdrahtet, festgezogen und praktisch spielbereit. Das dieses Monster am Ende 21 kg wiegen wird, kann man ihm schon jetzt ansehen.
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Auf angeleimte Kanten, wie man sie heute verwenden würde, haben wir bewusst
verzichtet. Stattdessen griffen wir auf Kunststoffstegkanten zurück, das sogenannte T-Molding. Diese
vermitteln eine schöne nostalgische Optik. Eingefräst in den Deckel und mit etwas Kleber eingesetzt
halten die auch perfekt.
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Kurz vor Fertigstellung meinte der o.g. Händler dann, dass er mir doch noch
Nerven und Gesundheit rauben muss. Er meinte es muss eine Beleuchtung in den
Stick rein. Die Ultimarc Platine hat ja "glücklicherweise" gleich Anschlüsse für so was.
Also haben wir um den Sockel herum Plexiglasscheiben eingefügt und mit 4 LEDīs
die Beleuchtung realisiert. Da die Ultimarc Platine über den USB Port eines
Rechners angesteuert wird und somit auch den Strom darüber bezieht, waren leider
nicht mehr LEDīs möglich. Auf eine zusätzliche Stromversorgung nur für die
Beleuchtung, haben wir vor allem aus Vernunftgründen verzichtet - denn wer möchte schon
einen Joystick zusätzlich an die Steckdose stöpseln.
Hier auf diesem Bild sehen wir den Quadstick umgedreht auf dem Deckel liegen, so
dass der Bodendeckel mit den Gummifüßen zu sehen ist.
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Hier der fertige Controller, aber mit anderen Joysticks. Die ursprünglich verwendeten (der
klassische Redball-Joystick) waren für diesen ausgewachsenen Kerl dann doch ein bisschen
mickrig und fanden durch die enorm stabile Holzplatte (20 mm) kaum ans Tageslicht.
Herausgekommen ist meiner Meinung nach ein qualitativ hochwertiger Joystick für bis zu 4
Spieler gleichzeitig der auch noch bezahlbar war. Den Spaß beim Bauen und das freundschaftliche Fluchen gab es
kostenlos noch dazu.
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